Gerhard Fischer

 

Jesus lebt, mit Ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.

 

Gerhard Fischer

* am 13.05.1931

+ am 23.05.2020

 

Ihr Lieben, - mit diesem Gruß verabschiede ich mich von euch. Wenn ihr ihn in den Händen haltet, bin ich wahrscheinlich schon beerdigt. Da Gott mir im Ruhestand noch so viel gute Zeit bescherte, konnte ich ganz gelassen und fröhlich alles für meinen Heimgangvorbereiten. Es gibt also keinen Grund zur Traurigkeit, aber viel Grund zur Dankbarkeit und Freude, denn Jesus, der auf der Erde mein Heiland und Erlöser wurde, führt mich vor den Thron Gottes, des Vaters. – Was macht mich so gewiss?

Ich halte es mit Martin Luther, der schrieb: „Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen das täglich beweinte  Zurückbleiben vergebe, so ist´s aus mit mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu´ ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, - ich halte meinen Herrn fest. Dann spricht er zum Vater: „Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich. Was will´s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.“ Das soll mein Glaube sein.“

Bis zu dem Augenblick an dem auch ihr heimkehrt ins Vaterhaus, wünsche ich e uch allen einen guten Weg an Jesu Seite. SHALOM!

Euer „Bruder“ in JESUS Christus

Euer Ur-, Groß-, Vater, - Cousin und, und, und…   Gerhard

 

 

Ich habe mir für die Predigt zu meiner Beerdigung das Bibelwort aus dem 1. Königsbuch Kapitel 8 Vers 66 gewählt.

Nach dem großartigen Fest der Tempelweihe in Jerusalem zur Zeit des Königs Salomo – also etwa im Jahr 955 vor Christus – „gingen die Israeliten heim, fröhlch und guten Mutes wegen all des Guten, dass Gott seinem Volk getan hatte.“

Ich beziehe das auf meinen „Heimgang“ zu Gott.

 

Dann heißt das:

Ich gehe heim, - fröhlich und guten Mutes – wegen all dem Guten, das mir Gott geschenkt hat.“ Amen! Und das heißt: Ja, so ist es! ICH GEHE HEIM!

Um zu Gott zu kommen, muss ich nicht laufen, fahren oder fliegen. Der Augenblick des Todes ist der Schritt vom „Glauben zum Schauen“, - und schon bin ich da. Das ist kein Wunder, denn das Himmelreich ist uns mit Jesus Christus ganz nahe gekommen, - so nahe, dass wir schon bei dem Gedanken an JESUS mittendrin sind.

 

Ich gehe heim.

Meine Erdenzeit war lang genug.

Der Tod, - als der von JESUS Besiegte -, muss machen, was Gott will. Er musste mir zum entscheidenden Schritt nach Hause verhelfen.

Tränen sind als Freudentränen erlaubt!

Die Erde erleidet durch meinen Heimgang keinen Verlust, auch wenn Ihr, die Ihr mir am nächsten standet, das eventuell im Augenblick anders beurteilt. Ihr werdet schon noch dahinterkommen.

Ich kennen keinen Menschen, dem ich es leicht machte, mit oder neben mir zu leben. Dabei denke ich sowohl an meine Familie, als auch an die, die es mit mir irgendwann, irgendwie und irgendwo zu tun bekamen.

 

Widersprecht mir nicht!

Wenn Ihr das nicht immer so drastisch gespürt habt, freut es mich. Aber Kosmetik ist im Angesicht des Todes eine sinnlose Schminkerei.

Ich will Euch sagen, wie ich Euch erlebte:

Ihr habt mich angenommen –

Ihr habt mich geliebt und verkraftet –

Ihr habt mir verziehen –

ICH DANKE EUCH!

 

Wir haben gut zusammengepasst, denn Ihr seid im Kleinen und Großen und Ganzen auch nicht einfacher als ich.

Im Himmelreich werden wir alle nicht mehr dieselben sein, wie  hier auf der Erde.

Ihr und ich, wir werden reine Herzen und reine Sinne haben,

und unsere neuen Leiber werden von Gottes  Herrlichkeit und Reinheit strotzen.

Und das Wichtigste wird sein, dass GOTT selbst ALLES in ALLEM und in uns ALLEN ist.

 

Ich gehe heim.

An dem Tag; an dem ich das schreibe, weiß ich noch gar nicht, wie ich heimgehe.

Ein Flugzeugabsturz ist bei mir als Todesursache unwahrscheinlich, da ich nicht vor habe, zu fliegen. Doch Krankheiten oder Altersschwäche bieten jede Menge Sterbemöglichkeiten.

Paul Gerhardt schreibt in seinem Lied: „Du, meine Seele, singe, - wohlauf und singe schön…“ in Strophe 5: „ER weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod,…“

Ich erweitere seine Aussage: „GOTT hat viel tausend Weisen, zu führen durch den Tod,“ – durch das Sterben hindurch.

Es bleibt bis zuletzt spannend. Deshalb bete ich schon lange: „Mein Gott, - ich bitt´ durch Christi Blut: mach DU´s mit meinem Ende gut.“

 

ICH GEHE HEIM.

Ich schleiche mich nicht mit schlechtem Gewissen ins ewige Vaterhaus hinein. Nein!

Nicht eine Sünde habe ich in meinem Reisegepäck!

Ihr denkt jetzt: „kann der überheblich sein!“

Wo denkt Ihr hin.

Sünden habe ich mehr als genug in meinem Leben aufgehäuft.

Aber Jesus hat sie mir alle abgenommen.

 

Ich glaube, was mir Gott in seinem Wort sagt, und da steht das so:

 

„Wir haben Frieden mit Gott, durch unseren Herrn JESUS CHRISTUS. Durch IHN haben wir den Zugang zur göttlichen Gnade. Christus hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns stand. Darum gibt es nun keine Verdammnis mehr für alle, die in JESUS CHRISTUS sind und mit IHM leben.“

Das gilt, - ohne „WENN  UND ABER“!

 

ICH GEHE HEIM, - FRÖHLICH UND GUTEN MUTES, - wie die Israeliten nach der Tempelweihe. So wünschte ich mir auch mein Sterben: fröhlich und guten Mutes. Aber weiß ich das im Voraus? Die Zeit vor dem Sterben kann für den Leib eine sehr anstrengende u dn schmerzhafte Zeit sein, - trotz aller schmerzstillender Medikamente.

 

Und ob die Gedanken bis zuletzt klar beieinander sind, weiß ich auch nicht im Voraus. Heute sind sie es noch. Sollte ich Euch lange zur Last gefallen sein, so bedaure ich das schon jetzt aufrichtig. Ich hätte es Euch gern erspart. Doch wie und was Gott für mein Sterben auch beschlossen hat, ER wird Euch und mir helfen, damit zurecht zu kommen. Auf und in jedem Fall gilt:

„SELIG STERBEN ALLE; DIE MIT GOTT LEBEN“, - jetzt und hier, - dann und dort.

 

„FRÖHLICH UND GUTEN MUTES“.

 

Das heißt auch: voller Erwartung, - wie als Kind vor der Weihnachtsstube.

Jetzt kenne ich mich als den Knülch, der ich eben war, - und der trotz aller Mühen nicht besser wurde.

Dann aber bin ich nicht wiederzuerkennen. Kein dummes Zeug mehr, - weder im Herzen, noch im Kopf, - weder zwischen den Fingern, noch auf der Zunge, - weder vor Augen, noch in den Ohren.

Einfach himmlisch! ! !

 

Na, zugegeben, - ein wenig mulmig ist mir schon auch. Wir haben zum Beispiel in der Kirche gesungen: „Wir werden vor Freude tanzen im Himmel,…“

Wer mich kennt weiß, dass ich mich beim Tanzen aufführte wie ein Elefant im Porzellanladen. Meine Frau wusste das am Besten, und fand sich aus Liebe zu mir damit ab. Während meiner pastoralen Zirkuszeit meinte ich bei einem Saisonabschlussfest, wenigstens einmal und mit einer Artistin tanzen zu müssen.

Danach wurde sie von einer Kollegin gefragt, wie der Pfarrer sich denn beim Tanzen angestellt habe. Ihre Antwort, die ich vom Nebentisch aus mit hören konnte: „Er kann uns zwar recht gut von Gott erzählen. Aber beim Tanzen ist er ein Trampeltier!“

Ob im Himmel getant wird oder nicht – ich gehe heim – fröhlich und guten Mutes -, WEGEN ALL DEM GUTEN, DASS MIR GOTT GETAN HAT.

 

Das aufzuzählen, ist jetzt und hier nicht möglich. Ihr wollt ja den Rest Eures Lebens nicht auf meiner Beerdigung zubringen. Außerdem würde ich nur einen verschwindend kleinen Teil der Wohltaten Gottes in meinem Leben noch im Kopf haben. Und könnte ich tatsächlich alles Gute, das mir Gott schenkte, aufzählen, so müsste ich mich anschließend aber auch noch für alles das bedanken, was ER mir ersparte – zum Beispiel:

Das Leben in einem Hungerland wie dem Südsudan.

Eine lebenslänglich körperliche Behinderung.

Soldat sein zu müssen im Krieg.

Oder Verfolgung um meines Glaubens willen.

 

Ich durfte viele ganz liebe, treue und wertvolle Menschen um mich haben: meine Eltern und Verwandten, meine Frau Sigrid, unsere Kinder und alle, die durch sie in  unsere Familie kamen, - unsere – mir lebenslang kostbare – Moritzer Diakonengemeinschaft, in der ich seit 1949 leben durfte, - dazu Freunde, Kollegen, Mitarbeiter und Nachbarn. Für sie alle bin ich Gott von Herzen dankbar.

 

Das Beste, nein Der BESTE meines Lebens war und bleibe JESUS -, denn ER geht uns im Tod nicht verloren.

ER hat mir die Erde lieb und möglich gemacht. ER hat mir den Himmel geöffnet. ER hat meinen Leib und meine Seele gespeist. ER hat mir jede Menge geistliche Geschwister geschenkt, zum gemeinsamen LEBEN – LIEBEN – LOBEN und DANKEN.

Ich verabschiede mich von Euch allen mit dem Bibelvers aus dem Paulusbrief an die Römer, Kapitel 5 Vers 5: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Und nun hört bitte mir zuliebe (über einen CD-Player/CD liegt bei/oder aus echten Menschenkehlen) das von Manfred Siebald stammende Lied: „Geh unter der Gnade…“

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen.

 

 

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Etwa 8 Wochen vor unseren Geburtstagen im Jahr 2015 schrieb ich folgenden Text in mein Tagebuch

 

Seit langem machen wir – Sigrid und ich – eine wunderbare Erfahrung.

Es gibt für jeden Menschen eine Gewissheit, die unser Leben betrifft, - die Gewissheit, dass unser Leben eines Tages zu Ende ist. Für (- ich formuliere jetzt einmal bewusst vorsichtig -) “viele“ Menschen ist diese Gewissheit so Grauen erregend, dass sie derartige Gedanken weit von sich weg schieben. Unabänderlich bleibt jedoch, dass wir alle immer wieder an den Tod und ans Sterben erinnert werden – wenn z.B. einer unserer Bekannten oder Verwandten seine Augen schließt.

Sigrid und mich erfasste dieses Grauen nie, denn wir hatten Beide – auf unterschiedlichem Wege – zum lebendigen Glauben an GOTT, - den uns liebenden Vater - , gefunden. Wir wussten, - und wir wissen –, dass der Abschied von dieser Erde zum Beginn des Lebens in der neuen Welt Gottes wird. Wir erlebten auch Beide schon Situationen, in denen Ärzte uns aufgaben, und der Tod  uns nahe kam. Keinen von uns hat dies erregt. Wir wussten uns und die Unseren in Gottes guten Händen, und hatten Frieden.

Nun kommt aber noch etwas Großes und Wunderbares hinzu! Inzwischen durften Sigrid und ich 60 Jahre miteinander leben und unendlich viel erleben und miteinander teilen: Erfreuliches + Schwieriges, - Gelingen + Versagen, - Schuld + Vergebung, - Freude + Traurigkeit, - Segen + Ungemach, - Stärke + Schwachheit, - u.u.u. Das Miterleben des Daseins unserer Kinder, Enkel, Urenkel und aller, die sich  zeitweise oder auch auf Dauer dazu fanden, birgt so viel Freude in sich, dass für uns ein kostbarer Lebensreichtum daraus erwuchs und bis heute erwächst.

Jetzt sind wir alt, - schon sehr alt, - einundachtzig und vierundachtzig Jahre. Wie alt wir noch werden, wissen wir nicht. Wie schwach und zerbrechlich wir noch werden, wissen wir a uch nicht. Was wir aber wissen: dass Gott für uns sorgt, und mit IHM unsere Kinder. Also warum sollen wir uns sorgen. Vielmehr ist es für uns dran, zu danken, - Gott zu danken, unseren Kindern zu danken, Freunden und Bekannten  zu danken!

 

Aber das ist alles nur das VORWORT zu dem, was ich jetzt aufschreibe. Ohne dieses „Vorwort“ könnte der Eindruck entstehen, wir hätten nun das Leben satt und möchten daraus fliehen, ins Sterben hinein. Tatsache aber ist und bleibt, dass unsere Freude sich sowohl auf das Vergangene und Gegenwärtige bezieht, als auch auf das Zukünftige. JA!

Jetzt freuen wir uns auf das Leben in Gottes Herrlichkeit! Dies ist doch wohl erlaubt. Kein Gedanke daran, dieser Welt zu entfliehen.

Aber so genüsslich ist sie nun auch wieder nicht, dass wir auf ewig in unserer Unvollkommenheit hier leben möchten. Wir kennen uns selbst mit all dem Bösen, Falschen, Schlimmen, - in Gedanken, Worten und Werken! Wenn wir nicht wüssten, dass Gott uns durch SEIN Opfer in JESUS CHRISTUS von alledem erlöst und frei gesprochen hat, käme keine Freude auf. Aber wir sind erlöst von aller Sünde, - ja wir sind von aller Schuld freigesprochen!!! Wenn Gott uns ruft, dann dürfen wir mit Freuden zu IHM kommen. Dann hat ER alles für uns vor- und  zubereitet. Halleluja.

 

Liebe Leute, - das ist Grund zur Freude, Freude, Freude! Da wäre es doch schade, mit dieser Freude erst nach dem Sterben zu beginnen. Wir freuen uns hier auf der Erde doch auch schon im Voraus, z.B. auf den nächsten Urlaub, - auf die Hochzeit, - auf den Geburtstag, - auf die neue Wohnung, u.u.u. Wie viel mehr Grund zur Vor-Freude haben wir, wenn wir an Gottes Herrlichkeit in SEINER für uns neuen Welt denken. Die Bibel gibt uns einen Einblick in diese Gotteswelt.

Als JESUS nach dem neuen Himmel und der neuen Erde gefragt wurde, antwortete er: „Ihr begreift noch nicht einmal, wenn ich mit euch über irdische Belange spreche. Wie viel weniger würdet ihr begreifen, wenn ich euch vom Leben in Gottes neuer Welt erzähle!“

Und da hat ER recht! Aber das Wichtigste aus der neuen Welt Gottes steht in SEINEM WORT – in unserer Bibel – klar drin. Hier einige der wesentlichen Aussagen:
1. Johannes 3,2: …wir werden Gott schauen, wie ER ist.

Ihr lieben Leute…! Wir werden Gott sehen!!!! Was wir uns ein Leben lang wünschten, geht in Erfüllung. Unser irdischer Tod führt und zum ewigen Schauen! Bei diesem Gedanken jubelt Paulus in seinem Brief (1. Korinther 13,12-13): „wir sehen jetzt ein dunkles Bild, dann aber von Angesicht zu Angesicht!“ HALLELUJA!!!

Und was kommt dann noch auf uns zu?

1.Korinther 15,28: …dann wird Gott sein alles in allem und in allen.

Wichtigeres und Besseres gibt es nicht. Es wird für uns ein Leben voller Überraschungen sein. Und ich lasse mich gern überraschen. GOTT alles in allen und in allem, - in mir, in meinem Denken, Reden und Handeln. Kein Quergedanke mehr in falsche Richtung, - kein böses Wort, - keine Lüge, - alles, alles, alles im Geist Gottes: in Wahrheit, in Liebe, in Treue, in Geduld, in Güte, Keuschheit und Reinheit. Das wird herrlich!

Offenbarung 21,3-4: …Gott selbst wird bei den Menschen wohnen. Sie werden sein Volk sein. Er selbst wird ihr Gott sein. ER wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; der Tod wird nicht mehr sein, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, - denn siehe. ICH- GOTT – mache alles neu!

Und keiner kommt mehr auf den Gedanken, Böses zu ersinnen und zu tun, - ich nicht und ihr nicht. ER - GOTT  selbst – ist unser Chef. Falsch! ER ist nicht unser „CHEF“, sondern unser „VATER“!!!!!! DER Vater, der echte Vater, der Vater der vollkommenen Liebe!

Und wir?

Markus 12,25: Jesus sprach: „die an der Auferstehung Teilhabenden werden sein wie die Engel im Himmel.“

Als ich noch Kind war, sagte mein Papa des Öfteren zu mir: „Es ist schwer vorstellbar, dass du Bengel dich einst in einen Engel verwandelst!“ Doch Gott wird es schaffen! – Ganz gewiss, - da bin ich mir sicher!

Trotzdem sagen wir nicht: „Lieber heute als morgen!“ Heute ist heute. Wir leben heute, wir bedanken uns für das Heute und versuchen, unser Bestes zu geben. Das heißt aber nicht, dass wir uns auf „morgen“ nicht schon heute freuen dürften.  Paulus schreibt völlig zu recht an die Christen in Philippi, die ihren Weg mit Jesus gehen: (Phil 4,4)

„Freuet euch, -  und immer wieder sage ich es euch: freuet euch. Der HERR ist nahe!“

Traurig macht es uns, weil wir so viele Menschen erleben, (auch „Kirchenchristen“) die an keine Auferstehung der Toten glauben.

Ich kann ihnen nur sagen: Gott zwingt keinen zum ewigen Leben in SEINER neuen Welt.

Wer IHN aber jetzt und hier in sein Leben aufnimmt und in sich wirken lässt, - wer sich zu IHM und SEINER Gemeinde hält, - wer sich seiner Sünden bewusst ist und die Vergebung im Opfer Jesu erbittet und annimmt, der darf gewiss sein, dass Gott handelt und ihn in SEINE neue Welt aufnimmt, - - jetzt und in Ewigkeit.

Wir freuen uns auf dieses Leben!
Jesus sprach zu Marta, die um ihren verstorbenen Bruder Lazarus weinte. (Johannes 11,25.26)

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer da lebt und an mich glaubt, der wird nicht sterben in Ewigkeit.“

Ich beende diesen Eintrag mit der Frage, die Jesus der Martha stellte:

„Glaubst du das?“

Wenn du, - der du meine Lebenserinnerungen liest - diese Frage mit „JA“ beantworten kannst, dann freust du dich als zwanzig-, vierzig- oder sechzigjähriger über dein augenblickliches Leben hier auf der Erde und auf das Leben in Gottes ewigem Reich.

HALLELUJA!!!!!! AMEN!!!!!!

 

In unserem Gesangbuch steht ein Lied, (EG Nr. 148) dessen Text ich ein wenig veränderte und erweiterte. Es wurde im 16. Jahrhundert von dem im lebendigen Glauben an Jesus Christus lebenden und wirkenden Hofkapellmeister Johann Walter in Dresden geschrieben. Zu singen ist es auf die allgemein bekannte  Melodie: „Wie lieblich ist der Maien…“

 

Ich freu mich auf den Himmel, - auf Gottes Herrlichkeit.

Schon leuchtet mir auf Erden SEIN Glanz der Ewigkeit.

Ganz neu wird Erd und Himmel von IHM erschaffen sein;

all Kreatur soll werden frisch, selig, schön und rein.

 

Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an,

der uns durch Blut und Leiden den Himmel aufgetan.

Dort wird uns Gott beschenken in SEINER Lieb und Treu.

Aus SEINER Gnadenquelle schafft ER uns völlig neu.

 

Mit Gott wir werden halten das ewge Abendmahl.

SEIN Friede und die Freude erfülln den Himmelssaal.

Wir werden Früchte essen vom Baum des Lebens, und

Gott hält an Leib und Seele uns rein und kerngesund.

 

Wir werden stets mit Schalle vor Gottes Stuhl und Thron

mit Freuden singen alle ein Lied im neuen Ton:

„Lob sei dir, Preis und Ehre, Gott Vater, Gott dem Sohn,

und Gott dem Heilgen Geiste“  Das freut mich heute schon!

 

Mit  61 Jahren fügte er dem Lied noch eine Strophe hinzu, aus der uns klar wird, wie intensiv er in und aus der Kraft Gottes lebte und wirkte, und wie ihn dabei die Freude auf die Ewigkeit begleitete.

 

Ach GOTT, durch diene Güte lass mich auf dich stets sehn.

Herr Christ, mich wohl behüte. Lass mich nicht irre gehn.

Halt mich im Glauben feste in meiner Erdenzeit.

Hilf, dass ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud.

 

Ja, dieser Mann lebte in der Freude  auf das in der Offenbarung (Kapitel 19) angekündigte Fest der „HOCHZEIT des LAMMES“, die „CHRISTUS“ mit seiner „BRAUT“ – der „CHRISTUSGEMEINDE“ – in Gottes neuer Welt feiern wird.

Sigrid und ich, wir schließen uns dem Johann Walter an. Wir freuen uns auf die Ewigkeit, in der wir allezeit und in Vollkommenheit Gott vor, um, bei und in uns haben werden. Schade um jeden Tag, an dem wir diese Freude ausließen!

 

Hallo, ihr Lieben, die ihr das lest und noch jung an Jahren seid: macht es klüger als wir! Freuet euch beizeiten! Bringt euer Gottesverhältnis in Ordnung, -redet mit IHM, - hört auf IHN, - folgt IHM. Das wirkt sich sehr positiv auf euren Lebensalltag aus, auch dann, wenn ihr gerade erst mal 15/25/35/45 oder mehr Jahre auf dem Buckel habt!!!!!

 

Euer Euch inzwischen vorausgegangener Mitmensch

Gerhard